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Erich Heckel, Zwei Verwundete, 1915, xylographie auf Papier, Folkwang Museum, Essen. |
69 70 7170 - Erich Heckel Chagall und Heckel (1883-1970) sind hier nicht weit voneinander entfernt, obwohl Heckel der expressionistischen Bewegung in Deutschland und der Künstlergemeinschaft Die Brücke angehörte und besonders die Technik des Holzschnitts bevorzugte, der die anderen Mitglieder der Gruppe wie Kirchner und Schmidt-Rottluff ebensoviel Aufmerksamkeit entgegenbrachten. Die mit Meißel, Stichel oder auch Taschenmesser in die Holzplatte eingeritzte Zeichnung läßt keine subtilen farblichen Abstufungen zu. Der brutale Primitivismus entspricht der Brutalität des Motivs: ein Soldat mit einem Kopfverband, ein zweiter im Hintergrund, eingeschlafen oder sterbend auf einem Liegestuhl oder einem Bett. Mit dem Messer wurden Falten, Narben und Linien eingekerbt, so daß die Graphik selbst zerschunden zu sein scheint wie der Leib eines Soldaten, der durch Granatsplitter oder im Kugelhagel zerfleischt wurde. |
![]() Erich Maria Remarque, Im Westen nichts Neues. |