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Frans Masereel, Die infernalische Auferstehung der Toten, 1917, xylographie, 14 x 11 cm, Musée d'histoire contemporaine - BDIC, Paris. |
92 93 9493 - Frans Masereel Während des Ersten Weltkriegs hielt sich Masereel (1889-1972) in der Schweiz auf, wo er sich gegen den Krieg einsetzte, ein vergebliches Mühen in Anbetracht des allgemeinen Kriegstaumels. Tuschzeichnungen und Holzschnitte waren sein privilegiertes Ausdrucksmittel. Die Holzschnitte sind in zwei Mappenwerken zusammengefaßt, Die Auferstehung der Toten und Die Toten sprechen, die das Morden vorbehaltlos geißeln. Masereel vereinfacht, zeigt die ungeschminkte Wirklichkeit, schafft scharfe Schwarzweiß-Gegensätze. Seine Motive entnahm er der Presse und ihren Abbildungen und steigerte durch seine besondere graphische Darstellungsweise das Leid bis zur Unerträglichkeit. Manchmal ließ er seiner makabren Phantasie freien Lauf: zwei enthauptete Soldaten tragen ihre abgetrennten Köpfe auf einer Bahre. Das eine trägt ein französisches Käppi, das andere eine deutsche Pickelhaube. Wahnsinn herrscht überall, ein Wahnsinn, gegen den Masereel sich machtlos wußte. |